Teesorte Darjeeling

Darjeeling zählt zu den renommiertesten Tees der Erde, Spitzensorten tragen sogar die Bezeichnung “der Champagner unter den Tees”. Er zeichnet sich aus durch seinen blumigen, zarten Charakter.

Der Name des Darjeeling-Tees rührt von seinem Anbaugebiet rund um die nordindische Stadt Darjeeling her, wo bereits Mitte des 19. Jahrhunderts unter britischer Kolonialherrschaft Tee angebaut wurde. Die Teegärten liegen mehr als 2000 Meter hoch an den Südhängen des Himalaya-Gebirgszugs. Diese Lage nah an der Vegetationsgrenze bedingt ein vergleichsweise langsames Wachstum der Teepflanzen, das mit entscheidend ist für den charakteristischen Geschmack des Teeaufgusses.

Darjeeling-Tee wird ausschließlich von Hand und nur von Frauen gepflückt. Dabei gilt das Motto “two leaves and a bud”, das heißt, es werden nur die beiden obersten Teeblätter und die Knospe der Pflanze geerntet. Danach folgt die traditionelle Verarbeitung: die Teeblätter werden gewelkt, anschließend gerollt und schließlich gesiebt, fermentiert und getrocknet.

Geerntet wird von März bis November, der jeweilige Erntezeitpunkt bestimmt entscheidend den Charakter des Tees. Als hochwertigster unter den Darjeeling-Tees gilt der “First Flush”, die erste Pflückung im Frühjahr, die bis Ende April abgeschlossen ist. Der Aufguss sollte nicht mit kochendem Wasser zubereitet werden; der sehr milde, blumige Geschmack entfaltet sich am besten bei einer Wassertemperatur von 80 bis 95 °C.

Die folgende Pflückung heißt “In-between” und wird bis Mitte Mai geerntet. Es folgt der Second Flush, dessen Ernte bis Anfang Juni abgeschlossen ist und der kräftiger und aromatischer schmeckt als First-Flush-Darleeling. Die Autumnals werden nach den Regenfällen des Monsuns im Herbst gepflückt und enthalten relativ wenig Gerbsäure.

In Deutschland kann Tee bereits als “Darjeeling” bezeichnet werden, wenn er lediglich 51 Prozent Anteil an Darjeeling-Tee enthält. Wer reinen, unverschnittenen Darjeeling-Tee trinken möchte, sollte auf das Siegel des “Tea Board of India” achten, das die charakteristischen “two leaves and a bud” des Darjeeling zeigt.