Schwarzer Tee
Schwarzer Tee, oder wie er in Asien genannt wird roter Tee wird im Gegensatz zu grünem Tee zwar genauso angebaut, nur die weiterverarbeitung ist eine andere. Bei schwarzem Tee wird wird eine vollständige fermentierung der Teeblätter gewünscht. Was dem Tee seinen besonderen Geschmack verleiht. Die Teeblätter werden während sie nach dem ernten welken, belüftet um sicherzustellen das sie nicht anfangen zu faulen.
Danach werden die Blätter aufgebrochen um die ätherischen Öle in ihrem inneren freizusetzen, danach beginnt die Fermentation. Dabei bedarf es einer konstanten Temperatur von 30, weil sonst entweder der Prozess unterbrochen wird oder die Blätter rauchig schmecken. Haben die blätter eine bräunliche Farbe angenommen ist der Vorgang beendet und die Blätter werden bei einer Temperatur von ca. 85°C getrocknet um den Geschmack zu konservieren.
Der schwarze Tee kam erst gegen Ende des 19. Jahrhundert nach Deutschland. Obwohl schon vorher in Europa schwarzer Tee getrunken wurde. Nachdem die Niederländer den schwarzen Tee nach Europa brachten waren die Engländer sofort begeistert von dem neuen Getränk und beschlossen ihn selbst aus Asien zu importieren. Doch wegen des Opiumkrieges um 1840 war es schwierig und England beschloss neue Teeanbaugebiete zu suchen um sich von China unabhängig zu machen. Durch die frühe Kolonisation von Indien und teilen Ostafrikas hatten die Engländer keine Probleme passende Orte zu finden. Durch diese Entsagung von China entstanden die heute wohlbekannten Teeanbaugebiete: Assam, Darjeeling, Sikkim und Südindien in Indien, Ceylon auf Sri Lanka und die die Gebiete Afrikas: Kenia, Malawi,Kamerun, Südafrika und Tansania.
Doch nicht nur in Indien, Afrika und China wird schwarzer Tee angebaut, sondern auch in Nepal, Südamerika und der Türkei.
